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1310

Der Hof Vorwerk in Cappeln, bereits im Jahre 1310 urkundlich erwähnt,  zählt zu den bekanntesten und schönsten Höfen des Oldenburger Münsterlandes.

1875

Georg Vorwerk begann mit den Hengsten Agrarier und Macro, von denen letzterer damals maßgeblich die südoldenburger Fuchszucht beeinflusste und nach dem die heute zu dem Hof führende Straße benannt wurde, eine private Hengsthaltung.

Die Hengsthaltung Vorwerk erreichte eine solche Bedeutung, dass sie in Form eines schwarzen Hengstkopfes sogar Eingang in das Stadtwappen von Cappeln fand.

1928

Georg Vorwerks gleichnamiger Sohn Georg („Gregor“) übernahm den Hof und sorgte mit dem Lupus xx-Sohn Ludenberg für die zukunftsweisende Blutauffrischung der Oldenburger Zucht.


1968

Georg Vorwerk, in dritter Generation nun Hengsthalter auf dem Hof in Cappeln, erwarb den Anglo-Normannen Furioso II, einen fuchsfarbenen Sohn des Vollblüters Furioso xx, und führte damit die deutsche Warmblutzucht in ein neues Zeitalter.

1979
Von kaum minderer Bedeutung waren der Anglo-Araber Inschallah AA, der Selle Francais-Hengst Zeus und nicht zu vergessen der irische Vollblüter More Magic xx, der Vater von Sissy Max-Theurers unten abgebildetem Schimmel Mon Cherie, mit dem die junge Österreicherin 1979 bei der EM sogar die hochfavorisierte Schweizerin Christine Stückelberger auf Granat auf den Silberplatz verwies und sich ein Jahr später bei den Olympischen Spielen von Moskau/UDSSR ebenfalls Gold holte.

Aus dieser Zeit datiert auch die freundschaftliche Verbundenheit der Familien Vorwerk und Max-Theurer.


1980

Mon Cherie, dessen Geschichte Sie hier lesen können, ist bei weitem nicht der einzige Olympiasieger, der von einem in Cappeln stationierten Hengst abstammt. 2000 holte sich zum Beispiel der Welt As-Sohn Bonfire unter Anky van Grunsven/NED Dressur-Gold bei den Olympischen Spielen von Sydney/AUS.


1989

Gudula Vorwerk-Happ, die Tochter des legendären Georg Vorwerk und in vierter Generation Hengsthalterin auf Gestüt Vorwerk, entdeckte den Dressurheros Rubinstein – und seinen nicht minder bedeutenden Sohn Rohdiamant.

Zusammen mit ihrem Mann Jochen Happ richtete Gudula Vorwerk-Happ das Gestüt auch sportlich aus.


2002 

Unzählige Erfolge im Viereck durch die Starvererber Rohdiamant Royal Diamond, seines Zeichens Vollbruder zu Rohdiamant, und Don Gregory sorgten für weltweites Renommee des Gestüts Vorwerk. Die sportlichen Erfolge des Gestüts Vorwerk gipfelten 2002 im Gewinn von WM-Team-Silber, 2003 EM-Einzel-Silber und 2004 Olympia-Team-Bronze durch Relevant und Lisa Wilcox/USA.


2008 

Paula Vorwerk, die Frau des verstorbenen Georg Vorwerk, Mutter von Gudula Vorwerk-Happ, Entdeckerin u.a. des Hengstes Don Gregory, Grande Dame der Oldenburger Pferdezucht und auch im hohen Alter immer noch höchst aktiv, wurde von Oldenburgs Verbandspräsidenten Wilhelm Weerda für 50 Jahre ununterbrochene Teilnahme an den Hengst-Tagen geehrt.


2009

Gudula Vorwerk- Happ und ihr Mann Jochen Happ entschlossen sich, ihr Gestüt an Sissy Max-Theurer zu verkaufen, da sie selbst keine Kinder haben und sie das Erbe dieses so traditionsreichen Gestüts sichern wollten.

Sissy Max-Theurer nutzt die herrliche Anlage in Cappeln nun für die Unterbringung ihrer Zuchtstuten, darunter mit Weinrubina auch die Mutter des Burg-Pokal-Siegers und EM-Fünften Augustin OLD unter Victoria Max-Theurer, und für ihre Hengste, wie den Vize-Bundeschampion Rosandro, deren Haupteinsatzgebiet der Sport ist, die aber in begrenztem Umfang auch der Zucht zur Verfügung stehen.

Der Hof Vorwerkseit bald - 140 Jahren eine der erfolgreichsten privaten Hengsthaltungen überhaupt - wird auch in Zukunft eine erste Adresse in Sachen Pferdezucht und Pferdesport sein.


Berühmte Hengste auf Gestüt Vorwerk


Furioso II

"Solch ein Hengst wird nur alle 100 Jahre geboren!" sagte Georg Vorwerk einmal über Furioso II, den er 1968 in Frankreich entdeckte. Der Sohn des Furioso xx beeinflusste von Cappeln aus nicht nur die Oldenburger Zucht, sondern erlangte europaweite Bedeutung. An die 70 Söhne zeugte der Dunkelfuchs, darunter First Gotthard, Frohnherr, Furore, Freiherr, First Class I und der Spring-Olympiasieger For Pleasure.


More Magic xx

More Magic xx gehört zu jenen Vollblütern, die in den 1960er Jahren in der Oldenburger Zucht die Wende weg vom schweren Pferd in der Landwirtschaft hin zum leichten, rittigen Sportpferd einleiteten. Der irische Vollblüter More Magic xx avancierte zu einem der bedeutendsten Veredler und findet sich noch heute in zahlreichen Mutterstämmen. Seine Söhne Marschall und Mortimer machten Karriere im Viereck. Sein Meisterstück aber war Mon Cherie, jener Hannoveraner Schimmelwallach, mit dem Sissy Max-Theurer 1979 Europameisterin und 1980 Olympiasiegerin wurde.


Inschallah AA

Inschallah AA, ein in Frankreich geborener Anglo-Araber von Israel, deckte von 1970 bis 1990 ununterbrochen auf Gestüt Vorwerk in Cappeln. 1972 gewann der großrahmige Schimmelhengst seine HLP in Westercelle. Aus der Schar seiner über 30 gekörten Söhne ragen der in Grand Prix-Dressuren erfolgreiche Indonese, die bis S-Springen siegreichen Ile de Bourbon und Intervall sowie der HLP-Reservesieger Inselfürstheraus. Auf das Konto des Inschallah AA gehen weiterhin über 70 Prämienstuten sowie zahlreiche erfolgreiche Sportpferde.


Zeus

Gerne hat Georg Vorwerk auf französische Hengste gesetzt - und mit Zeus einmal mehr sein beispielloses züchterisches Gespür bewiesen. Der ab 1975 in Cappeln wirkende Fuchs führte mit Arlequin AA auf der Vater- und Matador AA auf der Muttervaterseite reichlich Anglo-Araberblut in seinen Adern. Seine springenden Nachkommen, wie Zigeuner/Gerd Wiltfang, Zypria/Dirk Hauser, Virtual Village Zalza/Nick Skelton/GBR, Zeno/Christian Ahlmann und der Bundeschampion Zerberus/Ludger beerbaum machten ihn zum Gewinnsummen-Millionär. Mit u.a. Zymbal I und II, Zyklotron, Beach Boy und Zapateado stellte er bedeutende Söhne.


Welt As

Der Weltmeister-Sohn Welt As, aus einer Furioso II-Miracolo xx-Mutter gezogen, hat sich als vielseitiger Vererber einen Namen gemacht. Selbst 1981 Hauptprämien-Sieger in Oldenburg, stellte Welt As mit Walzertraum 1985 und La Plata 1987 die Oldenburger Siegerstuten. Bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona/ESP gingen Leroy Brown im Springen und Olympic Bonfire in der Dressur an den Start. Letzterer gewann 2000 dann unter seiner Reiterin Anky van Grunsven/NED Gold bei den Olympischen Spielen von Sydney/AUS und sicherte sich insgesamt fünfmal die Krone im Weltcup.


Rubinstein

Rubinstein entstammt der wohl erfolgreichsten Stutenlinie Westfalens. Er selbst ist Halbbruder zum vierfachen Olympiasieger Rembrandt. Seine Mutter Antine ist Vollschwester zum Olympiasieger Ahlerich und zum Olympiateilnehmer Ammon. Seine Karriere in Kürze: 1990 Oldenburger Hauptprämiensieger, 1992 Vize-Bundeschampion, 1996 Aufnahme in den Olympia-Kader. Der lackschwarze Sohn des Rosenkavalier hat der modernen Dressurpferdezucht nachhaltig seinen Stempel aufgedrückt und den Begriff der Rittigkeit neu definiert. Seine Söhne Rohdiamant und Royal Diamond wirkten ebenfalls segensreich auf Gestüt Vorwerk.


Rohdiamant

Der Rubinstein-Sohn Rohdiamant, dessen Vollbruder Royal Diamond ebenfalls auf Gestüt Vorwerk stationiert war, legte eine Musterschüler-Karriere auf's Parkett: 1992 Körsieger, 1993 Reitpferde-Bundeschampion und HLP-Reservesieger, 1994 Hauptprämiensieger, 1995 Dressurpferde-Bundeschampion und anschließend siegreich bis Grand-Prix und Weltcup-Küren. Rohdiamant stellte 45 gekörte Söhne, darunter vier Siegerhengste, bald 80 staatsprämierte Töchter und über 620 sporterfolgreiche Nachkommen. Seit 2008 zählt Rohdiamant zum erlauchten Kreis der Top Ten der weltbesten Dressurvererber.